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 Betreff des Beitrags: Reinrassige Vizslas in Ungarn
BeitragVerfasst: Di 12. Mai 2020, 16:52 
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Registriert: Di 31. Jan 2006, 17:13
Beiträge: 34528
Wohnort: Kassel
Liebe Mitglieder,

mittlerweile rollen die Transporte und nach und nach dürfen alle vermittelten ViN-Hunde in ihr neues Zuhause reisen.
Füle leert sich zunehmend.
Was uns nun sehr verwundert ist, dass es derzeit so gut wie keine neuen Notfälle an reinrassigen Vizslas gibt.
Unser erster guter Gedanke war, dass es vielleicht weniger Notfälle in Ungarn gibt, aber leider hat Hajnalka da mittlerweile andere Erfahrungen machen müssen.
Hajnalka stellt derzeit fest, dass vermeintliche Tierschützer privaten Abgebern von reinrassigen Vizslas, Geld bieten.
Wir sind über diese Vorgehensweise sehr aufgebracht und uns sicher, dass dies nicht zur Eindämmung der Tiernot in Ungarn führen wird. Das Gegenteil wird vermutlich der Fall sein. Wir befürchten, dass sich dadurch leider ein neuer Markt ergeben wird, der als Tierhandel zu bezeichnen ist.

Wir sehen aber keine Möglichkeit, hiergegen vorzugehen. Außer dass „Vizsla in Not“ selbst weiterhin strikt ablehnt, Privatleuten für die Abnahme ihrer Hunde Geld anzubieten.

Die Kehrseite unserer Vorgehensweise bedeutet jedoch auch, dass wir dadurch weniger reinrassige Vizslas in der Vermittlung haben werden.

Es ist für uns alle eine traurige Entwicklung, zumal Hajnalka weiter mit viel Herzblut am Ausbau von Füle arbeitet und seit kurzem auch wieder eine zweite Mitarbeiterin finden konnte.

In Füle bestehen Kapazitäten für ca. 35 Hunde und wir standen nun vor der Frage, wie wir mit der ganzen Problematik weiter umgehen.

Laut der Vereinssatzung beschränkt sich der Zweck des Vereins nicht nur auf die Vermittlung von reinrassigen Vizslas, sondern auch für deren Mischlinge. Die Erfahrung zeigt zwar, dass die Vermittlung von Mixen länger dauert, da die meisten Interessenten, die die Homepage von Vizsla in Not besuchen, auf der Suche nach einem Kurzhaarvizsla sind, aber über kurz oder lang, haben bislang auch alle Vizsla-Mixe ihr Zuhause gefunden.

Es gibt viele Vizsla-Mixe die ein trostloses Dasein in Tierheimen fristen und so haben wir beschlossen, auch wenn die Vermittlung womöglich länger dauern wird, mehr dieser armen Seelen die Möglichkeit zu geben, sich in Füle von den Strapazen ihres bisherigen Lebens zu erholen und in Füle in Ruhe und in liebevoller Umgebung auf ein eigenes Zuhause zu warten.

Wir hoffen, damit auch im Sinne der Vereinsmitglieder zu handeln und freuen uns über Rückmeldungen hierzu sehr.

Ihr/Euer Team von Vizsla in Not e.V.


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 Betreff des Beitrags: Re: Reinrassige Vizslas in Ungarn
BeitragVerfasst: Di 12. Mai 2020, 21:24 
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Registriert: Sa 27. Okt 2018, 11:37
Beiträge: 8
Da kann ich nur sagen: ich find´s toll! Wir haben auch einen Mix adoptiert und sind mehr als glücklich. Zum einen hat Oszkar alle liebevollen Eigenschaften eines Vizslas und dazu noch etwas anderes, robustes. Ich finde die Einstellung sehr gut, privaten Abgebern kein Geld zu geben, denn sonst entsteht dafür ein Markt und wenn sich das lohnt werden Menschen ja leider "erfinderisch". Wahrscheinlich und hoffentlich ist das nur eine Phase und wenn in der Zeit jetzt anderen Fellnasen geholfen werden kann, kann das nur gut sein. Meine volle Hochachtung für die Einstellung und die Arbeit aller!


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 Betreff des Beitrags: Re: Reinrassige Vizslas in Ungarn
BeitragVerfasst: Di 12. Mai 2020, 22:22 
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Registriert: Do 19. Apr 2018, 19:58
Beiträge: 167
Ich kann mich dem Beitrag von Annette Schmidt nur anschließen. Geld darf nicht zum Anreiz werden und Reinrassigkeit ist schließlich kein Garant für eine Charaktereigenschaft, sondern nur eine wahrscheinliche Richtung, die in dieser Rasse im besten (und manchmal auch im schlimmsten) Fall zu finden sein könnte. Es gibt wirklich viele tolle Vizsla-Mischinge, die in Tötungsstationen oder auch Tierheimen verkümmern, weil dort der Kontakt zu Menschen einfach nicht ausreichend möglich ist und die wirklich sehr sensible Seele des Vizsla selbst in Ungarn oft unterschätzt wird. So wie es ja auch gerade bei Esias der Fall war. Sicher ist festzustellen, dass die Hunde, die einem UK Vizsla optisch nicht besonders ähnlich sehen, meist länger in Füle verbleiben. Aber manchmal steckt vielleicht auch nur die "Sorge" dahinter, nicht zu wissen, was den potenziellen Interessenten unter dem Fellkleid als "Arbeitslinie" erwartet. Ich persönlich fand es bisher immer sehr aufschlussreich, dass hier bei den jüngeren Hunden zum Teil auch mal ein Gentest eingesetzt wurde. Auch der ist kein Garant für einen Wesenszug. Aber ein Vizsla- Mix mit z.B. einem 75% Anteil Hütehund braucht manchmal eben auch eine andere Art von Beschäftigungsangebot um ausgeglichen sein zu können, als ein Jagd- oder Wachhund.
Ich freue mich über jede Fellnase, die Dank ViN ein neues Zuhause finden und ein schönes Restleben verbringen darf.
Prima, dass Ihr da lieber flexibel sein wollt, als die freien Plätze ungenutzt zu lassen.
Vielen Dank für Euren unermüdlichen Einsatz!


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 Betreff des Beitrags: Re: Reinrassige Vizslas in Ungarn
BeitragVerfasst: Mi 13. Mai 2020, 17:08 
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Registriert: Di 11. Feb 2020, 21:26
Beiträge: 3
Es ist mittlerweile ein einziges Drama, wie mit Vizslas Geld verdient wird. In den bekannten Kleinanzeigenportalen wird mit diesen Hunden gehandelt, was das es hergibt. Ich hatte e... Kleinanzeigen mehrfach gebeten, zumindest diese schlimmen Menschen als gewerblich zu kennzeichnen. Leider reagierte die Firma nicht, so dass ich es jetzt etwas massiver versucht habe. Gerade gestern wurde wieder ein Rüde zum decken angeboten mit dem Hinweis, man könne ja zum spielen kommen und dann sehen, wie gut es mit ihm klappt. Gehandelt wird mit Preisen bis zu 2000 €, ständig zunehmend auch die Zahl derer, die Vizslas für ein paar EURO anbieten, da diese -angeblich- ein neues zuhause suchen. Die Zeit ist an Perversität nicht zu überbieten. Was ViN jetzt machen möchte, heiße ich für Richtig. Auch die Mixies haben Besseres verdient. Ich hoffe nur, dass es gut geht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Reinrassige Vizslas in Ungarn
BeitragVerfasst: Do 14. Mai 2020, 12:11 
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Registriert: Do 15. Jun 2017, 22:36
Beiträge: 220
Wohnort: Bremen
Ich kann mich den Beiträgen meiner Vorredner nur anschließen. Es ist unendlich schade, dass Vizslas zum Modehund geworden sind!

Sicherlich ist es eine gute Idee, Mischlinge aus den Tierheimen zu holen und nach Füle zu bringen; allerdings sollte auch hier noch eine Form/Art von Vizsla erkennbar sein, um den Zweck (das Ziel) von Vizsla in Not nicht ab absurdum zu führen. Was mich an diesem Verein so begeistert und u. a. dazu geführt hat, Mitglied zu werden, ist die Tatsache, dass die Tiere vor Ort erst medizinisch gecheckt und anschließend über einen gewissen Zeitraum beobachtet werden, um sich etwas mehr Klarheit über Charakter etc. zu verschaffen. Erst dann werden sie an entsprechende Menschen in Deutschland (und außerhalb) vermittelt. Dies unterscheidet Vizsla in Not von vielen anderen Vereinen, die die Hunde erst nach Deutschland holen (rumänische Hunde sind derzeit der Renner) und dann schauen, wo sie sie unterbringen können.

Wenn ich mir die homepage anschaue, dann gibt es dort noch ca. 20 Hunde, die auf einen festen Platz außerhalb Füles warten, auch wenn sie schon versprochen sind. Ein ganzer Teil davon sind bereits jetzt Mischlinge, die schon länger auf eine Vermittlung warten. Wenn jetzt noch mehr Mischlinge dazukommen, die vielleicht nicht so knuffig aussehen wie Oszkar, und auch nicht so schnell vermittelt werden können, wie reine Vizslas, dann steht vielleicht auch irgendwann die Grundlage des Vereins auf der Kippe, was ich sicherlich nicht möchte.

Bitte nicht falsch verstehen; natürlich bin ich dafür, Hunde aus den Tierheimen zu holen, ihnen ein besseres Leben in Füle zu ermöglichen und sie später an eine festen Platz zu vermitteln, aber es sollte auf eine gesunde Mischung geachtet werden.

Ich schätze Hajnalka und ihre Arbeit sehr; vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit, die frei gewordene (Zeit-)Kapazität mit Hilfe des Vereins für andere Arbeiten zu nutzen bzw. mehr den derzeit vorhandenen Hunden zukommen zu lassen.

@ Herr Martens: Was Sie bei den e.... Kleinanzeigen gesehen haben, habe ich gleichfalls festgestellt. Ich habe die Angebote jeweils beim provider moniert, vermag allerdings nicht zu sagen, ob sich was getan hat. Vielleicht können wir uns darüber austauschen, welche Möglichkeiten es noch gibt. Ich kenne die Autoren von "Die Welpenmafia", die mir/uns vielleicht noch den einen oder anderen Tipp geben könnten.

_________________
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ICH BIN DANKBAR FÜR MEFI:
- für all seine Pfotenspuren in meinem Flur
- die feuchten Küsse auf meinem Gesicht
und die vielen Haare auf meinen Klamotten
DENN IRGENDWANN WIRD DER PLATZ VOR MEINEM BETT LEER SEIN.


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