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BeitragVerfasst: Do 12. Jul 2018, 19:38 
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Jaffa, eine ganz besondere Hilfsaktion

Tiere können auch das Bindeglied für gute Taten von Mensch zu Mensch sein, dies konnten wir gerade vor kurzem erfahren.

Eine junge ungarische Tierphysiologiestudentin bat uns um Hilfe.

Es ging um eine junge Hündin, Jaffa, gerade mal 2 Jahre alt.

Sie erlitt Ende letzten Jahres einen Autounfall, bei dem ihre Vorder- und Hinterbeine sehr schwer verletzt wurden.

Leider gerieten die Besitzer (eine ältere Frau und deren Sohn) an einen „Pfuscher“, der Jaffa nicht half, sondern ihr noch mehr Leid zufügte.

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Der Familie blieb nichts anderes übrig, als sich an einen Spezialisten in Budapest zu wenden, der Jaffa im April erneut operierte und unter anderem bei Jaffa noch eine vergessene Schraube entfernte.

Für die Familie waren nun nochmals hohe Kosten entstanden, und der erste Arzt konnte für seinen fatalen OP-Fehler nicht belangt werden.

Die alte Dame hatte in ihrer großen Liebe zu Jaffa sämtliche Ersparnisse aufgelöst, selbst das für die eigene Beerdigung zurückgelegte Geld, und war nun in große finanzielle Not geraten.

Der jungen Studentin, die Jaffa während der anschließenden Physio kennenlernte, ging diese Geschichte unter die Haut, und sie wandte sich an Hajnalka, die den Kontakt zu uns herstellte. Der Hilferuf der jungen Studentin wurde ohne das Wissen der alten Dame an ViN gerichtet.

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Da Jaffa aber kein ViN-Hund ist, sahen wir uns zunächst nicht in der Lage, hier spontan zu helfen.
Jaffa und ihre Familie aber einfach so vergessen, das konnten wir auch nicht.

Wir überlegten im Team, wie wir Jaffa und ihrer Familie helfen könnten, und dann fiel der Name Thomas Schröder. Thomas Schröder ist ein großer ViN-Unterstützer und Vereinsmitglied, dessen Engagement im mitmenschlichen Bereich uns durch jahrelangen Kontakt sehr gut bekannt ist.

Herr Schröder zögerte nicht und überwies uns sofort die Kosten für die angefallenen Tierarztrechnungen, welche wir dann an die Familie weiterleiteten.

Mittlerweile hatte die Studentin die Familie über ihren Wohltäter und dessen selbstlose und großezügige Tat informiert.

Die Familie konnte ihr Glück nicht fassen, und sie dankten zu Gott, dass ein fremder Mensch ihnen zu Hilfe kam.

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Es besteht ein kleiner brieflicher Austausch zwischen Herrn Schröder und Jaffas Familie, und vielleicht wird es mal mehr.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Thomas Schröder für seine spontane Hilfe bedanken und freuen uns, dass auch Tierschutz solche tollen mitmenschlichen Geschichten erzählt.


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BeitragVerfasst: Sa 17. Nov 2018, 12:32 
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Registriert: Di 31. Jan 2006, 16:13
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Wohnort: Kassel
Lieber Herr Schröder!

Ich schäme mich sehr darüber, dass ich mich erst nach so langer Zeit bei Ihnen melde. Aber es ist dermaßen viel mit mir geschehen in den vergangenen paar Monaten, dass ich mich schlichtweg nicht „einholen“ kann.

Ich bedanke mich ganz herzlich im Namen von Jaffa für die grosszügige Unterstützung und natürlich bei ViN für die Vermittlung zwischen uns.

Jaffa ist das Ein und Alles ihrer Besitzer. Sie hätten ihr eigenes Bein abschneiden lassen, wenn sie damit Jaffa hätten helfen können.
Ich habe noch nie wundervollere Hundebesitzer getroffen, als sie dies sind.

Sie haben Jaffa aufopfernd gepflegt und gehegt, haben nach Mitteln und Wegen geforscht, wie sie den Heilungsprozess ihres Hundes unterstützen könnten.

Jaffa geht es dank der rekonstruktiven Operation und der ärztlichen Behandlung (welche Sie, lieber Herr Schröder, großzügiger weise übernommen haben) gut. Sie wird nie mehr auf 4 Beinen gehen können. Aber nun kann sie wenigstens auf 3 Beinen ein qualitativ besseres Leben führen, als dies bisher auf 2 Beinen balancierend möglich war. Jaffa ist ein fröhliches „Perpetuum mobile“ und ist bemüht, ihre Behinderung zu ignorieren.

Jaffa kriegt oft Besuch. Hundekumpels gehen zu ihr, um mit ihr zu spielen. Sie tollen dann jeweils herum wie die Verrückten. Leider konnte ich nur bis Ende August zu Jaffa auf Hausbesuch gehen und sie turnen* lassen (*Physiotherapie machen), denn seit 1. September bin ich wieder als Soldatin in den Dienst eingezogen. Wegen meiner „Militärdienst-Einteilung“ bzw. all meiner Tierheim-Verpflichtungen/ -Aktivitäten habe ich sozusagen keine freie Zeit mehr zur Verfügung.

Aber „Tante“ Erzsi (Elisabeth), Jaffa’s Mami ist sehr motiviert und war stets eine geschickte Hilfe bei den Behandlungen. Ich habe ihr die Massagetechnik beigebracht. Wir übten das Turnen bei Instabilität. Und wir haben auch die Anwendung verschiedener Methoden übernommen. Somit kann sie die Übungen mit Jaffa weiterhin machen/anwenden.

Ich selbst habe die (*Physiotherapeuten-)Schule bereits abgeschlossen, kann jedoch nicht Hunde-Physiotherapeutin werden, denn dazu bräuchte ich in erster Linie freie Zeit, Unmengen an Freiwilligenarbeit, Teilnahme an Anlässen, Übungen… aber als Soldatin habe ich keine Zeit mehr dazu.

Das Wesen „Hund“ als werde ich nie aufgeben. Die Hunde des Tierheimes Szolnok brauchen mich. Ihnen gehört meine gesamte Freizeit die mir zur Verfügung steht. Ich bemühe mich, sie zu fotografieren, zu testen, kennen zu lernen, damit ich danach ihrem Wohlergehen mittels Posts auf der Suche nach einem neuen Zuhause behilflich sein kann.

Ha minden jól megy, sikerül kiépíteni egy klassz együttműködést egy német szervezet és a szolnoki menhely között, ami nem dicsekvés, de szintén az én úttörő munkám eredménye.

Wenn alles gut läuft, so wird es gelingen ein tolle Zusammenarbeit zwischen einer deutschen Organisation und dem Tierheim in Szolnok auf die Beine zu stellen. Dies soll nicht als Prahlerei/Eigenlob gelten, ist aber ebenfalls das Resultat meiner „wegebnenden“ Arbeit.

Hier in Ungarn ist die Anzahl der GUTEN Adoptanden ausserordentlich klein im Verhältnis zu den herrenlosen Hunden.
Um für einen Moment auf Jaffa zurückzukommen. Aus ihr wird bestimmt nie ein Tierheimhund werden. Denn ihre Besitzer lieben und bewachen sie seit ihrem Unfall gar noch mehr?
Der Umstand, dass Jaffa schon auf 3 Beinen gehen kann, ist – lieber Herr Schröder – allein Ihnen zu verdanken! Wir gedenken Ihrer für immer und ewig mit dankbarem Herzen! Sowohl die Besitzer von Jaffa, wie auch ich.

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen gute Gesundheit und ein Leben von Vizslas bereichertes Leben!

Mit herzlichen Grüssen

Szilvia Merana




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